Außenansicht durch das Glasdach der Badruine

Spektakulärer Schutzbau

Das Glasdach

Bald nach der Ausgrabung erhielt die Ruine ein schützendes Dach. Über die Jahrzehnte wurden die Schutzbauten immer wieder erneuert. Als das Dach aus den 1950er-Jahren baufällig wurde, wagte man den kühnen Neuentwurf. Seit 2001 überspannt eine elegante Glaskonstruktion die Badruine.

Blick auf das Glasdach der römischen Badruine Badenweiler

Ein Glasdach als Lösung.

Hoher Anspruch an die Architektur

Die Ansprüche, denen der neue Schutzbau genügen musste, waren vielfältig. Die Architektur sollte sich in die Umgebung, den historischen Kurpark, einfügen. Die Überdachung sollte die kostbare Badruine sicher vor der Witterung schützen. Die Konstruktion sollte leicht und wenig dominant sein. Zugleich musste sie die gesamte Ausgrabung ohne Stützen überspannen. Schließlich sollte der Schutzbau zeitgemäß sein und in seiner ästhetischen Qualität der Bedeutung des antiken Monumentes entsprechen.

1725 Glasscheiben bilden die Dachhaut

Das Glasdach überspannt in sanfter Wölbung eine enorme Fläche: Die Grundfläche des Schutzbaus aus Stahl und Glas misst 68 x 40 Meter. Die Konstruktion, ein sogenanntes Schalentragwerk, vereint minimalen Materialaufwand und maximale Tragfähigkeit. Ein filigranes Stabnetz von insgesamt 4.500 Metern Länge hält 1.725 Glastafeln von jeweils 1,20 Meter Kantenlänge. 58 Pfähle verankern die vollkommen transparente Konstruktion am Rand im Boden.

Blick in die römische Badruine Badenweiler

Die antike Badruine von Badenweiler von außen.

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