Bedeutendes Denkmal römischer Badekultur

Römische Badruine Badenweiler

Römische Geschäfte

Die Vorwärmer

Zwar hatten bei den Römern nur wenige Privathäuser eigene Toiletten. Aber es gab überall öffentliche Latrinen – meist mit fließendem Wasser! Weil die Sitzbänke in diesen Latrinen oft aus Stein waren, waren sie besonders im Winter kalt. Was taten die Römer dagegen?

Römische Latrinen in Marmorbänken; Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Vornehm: vorgewärmte Latrinen aus Marmor.

Körperwärme als Lösung

Weil die reichen Römer der Antike nicht frieren wollten, schickten sie ihre Sklaven vor. Die mussten auf den Marmorbänken der Latrinen sitzen und den Platz für ihre Herrschaft vorwärmen.

Rekonstruktion einer römischen Gemeinschaftslatrine; Foto: Landesmedienzentrum Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Ein Ort der Geselligkeit und des Austauschs.

Privates war öffentlich

Für die Römer war es nicht ungewöhnlich oder gar peinlich, gemeinsam in einer öffentlichen Toilette zu sitzen. Die Latrinen ohne Trennwände waren ein Treffpunkt, um Klatsch zu hören oder Geschäfte zu besprechen. Es gab oft sogar keine Geschlechtertrennung. In großen Latrinen zogen sich bis zu 80 Toilettensitze als steinerne Bank in U-Form um den Raum.

Einfluss bis heute

Die Toilettenkultur der antiken Römer prägt noch unsere heutige Sprache. So kommt der Ausdruck „Geschäfte machen“ davon, dass in den Latrinen oft Geschäfte abgeschlossen wurden. Auch der Ausdruck „Geld stinkt nicht“ stammt ursprünglich von dem römischen Kaiser Vespasian, der eine Steuer auf die Benutzung von öffentlichen Urinalen erhob.

„Geschäfte machen“ wir bis heute.

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