Bedeutendes Denkmal römischer Badekultur

Römische Badruine Badenweiler

Ein Gedicht über die „römische Badeanstalt“

Friedrich Otte und die

Römer

Friedrich Otte, eigentlich Johann Georg Zetter (1819–1872), war ein Dichter und Journalist aus dem Elsass. In seinem Gedicht „Die Römerbäder zu Badenweiler“ wird fantasievoll die Welt der Römer zum Leben erweckt – es spiegelt die Verehrung der Antike im 19. Jahrhundert deutlich wider.

Gedicht von Friedrich Otte (1819-1872); Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Dichterisches Bedauern über den Verfall des Bades.

„Die Römerbäder zu Badenweiler“

Das Gedicht „Die Römerbäder zu Badenweiler“ ist 1846 im Badischen Sagenbuch veröffentlicht worden: „Mit Wehmuth schaut euch Jeder, / Der pilgernd euch genaht, / Ihr alten Römerbäder / Die längst die Zeit zertrat.“ Diese wenigen Zeilen aus Ottes Gedicht beschreiben das Bedauern über den Verfall des Bades. In weiteren Versen schildert Otte lebhaft, bunt und historisch unpräzise die Zeit, als die Römer das Badenweiler Bad nutzten.

Die Wiederentdeckung der Ruinen

Außerdem notiert Ott ergänzend zum Gedicht, wie Markgraf Karl Friedrich beim Bau eines Lusthauses auf die Trümmer stieß, „in welchen der Forscher die versunkene Römerherrlichkeit erkannte. Des Fürsten Sorgfalt unterstützte die weiteren Untersuchungen und in kurzer Zeit war die ganze Ruine offen zu Tage gelegt und Veranstaltung getroffen, sie vor weiterem Verfall zu schützen... Eine vollständige, mit einer in diesen Gegenden ungewöhnlichen Pracht erbaute römische Badeanstalt war nun mit all’ ihrem Reichthum dem Grabe wieder entstiegen.

Die Verwendung von Badruine und Burg als Kulisse spiegelt die Verehrung der Antike im 19. Jahrhundert.