Der Spott des Plinius Bandagen gegen Mineralwasser

Plinius der Jüngere (61/62 – 113 n. Chr.) war Anwalt und Senator. Berühmt wurde er durch seine Briefe, die sich bis heute überliefert haben. Sie stellen wertvolle Zeugnisse aus dem Alltag der Römer dar. Unter anderem spottet er über Kurgäste, die es mit den Anwendungen übertreiben.

Ausschnitt aus einer detaillierten Rekonstruktion einzelner Bauphasen

Nach Geschlechter getrennte Bäder und Massagen.

Das ganze Programm

Zum Kuren gehörten nicht nur baden und Heilwasser trinken, sondern auch Massagen, gymnastische Übungen und verschiedene Ruhephasen – dafür hatten die Badegäste in Badenweiler zwei teilweise überdachte Terrassen zur Verfügung. Und schon damals galt: Sehen und gesehen werden. Viele Kurgäste besuchten die Thermen, um Bekannte und Geschäftsleute zu treffen.

Gedenkstein für Plinius den Jüngeren in Mailand

Plinius spottet über zu viel des Guten.

Gefahren des Mineralwassers

Dass es bei den Anwendungen schon in der Antike zu Übertreibungen kam, bezeugt Plinius ganz anschaulich. Er spottet über die übertriebene Leidenschaft von Kurgästen: Er habe Menschen gesehen, die so viel Mineralwasser getrunken hätten, bis sie so aufgedunsen waren, dass sie bandagiert werden mussten.